Politische Bildung in Münster In Kooperation mit der RLS NRW

Wir sind zurück. Wir sind wieder da.

„Die revolutionärste Tat ist, zu sagen, was ist.“ „Man muss immer die Wahrheit sagen.“
— Rosa Luxemburg

Der Rosa Luxemburg Club Münster ist Raum für kritische Theorie, politische Bildung und linke Debattenkultur in der Stadt – als lokaler Knotenpunkt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.

Wir machen Politik in Münster. Wir sprechen über wichtige Themen. Alle können mitmachen. Wir gehören zur Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW.

Porträt von Rosa Luxemburg
Veranstaltungen

Programm 2026

Unsere Veranstaltungen

Kommende Veranstaltung

Nächste Veranstaltung

Inhaltswarnung · Sexualisierte Gewalt Achtung: Es geht um sexualisierte Gewalt

Schweigen schützt nicht! Schweigen schützt nicht!

Sexualisierte Gewalt, staatliche Kürzungen und was wir dagegen tun können

Über sexualisierte Gewalt sprechen – und uns wehren

Sexualisierte Gewalt ist keine Randerscheinung – und doch wird sie viel zu oft beschwiegen, verharmlost oder strukturell unsichtbar gemacht. Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 verzeichnet 14.454 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung – ein Anstieg von 8,5 %. 91,3 % der Betroffenen sind weiblich, und das Dunkelfeld liegt weit darüber. Gleichzeitig kürzt der Staat bei Frauenhäusern, Beratungsstellen und Prävention – genau dort, wo Schutz entsteht.

Wer sind Täter*innen – und warum ist das meist kein Fremder im Dunkeln? Wie funktioniert der Täter*innenzyklus? Woran erkenne ich Grenzverletzungen, und wie schütze ich mich und andere? Wo bekomme ich Hilfe – und wie läuft das ab?

Gemeinsam mit dem Awarenessnetz NRW Kollektiv laden wir ein zu einem Abend über die Strukturen sexualisierter Gewalt, Awareness-Konzepte, Schutz und Wege des Widerstands. Vortrag von Leo (Awarenessnetz NRW), anschließend offenes Gespräch und Vernetzung.

Sexualisierte Gewalt passiert sehr oft. Im Jahr 2025 gab es über 14.000 Fälle. Die meisten Betroffenen sind Frauen. Gleichzeitig spart der Staat Geld bei Frauenhäusern und Beratungsstellen.

Bei der Veranstaltung sprechen wir darüber: Wer tut so etwas? Wie kann man sich schützen? Und wo bekommt man Hilfe? Leo vom Awarenessnetz NRW hält einen Vortrag. Danach kann man Fragen stellen und sich austauschen.

Kommende Veranstaltung
Wann
Referent*in
Leo (keine Pronomen)
Awarenessnetz NRW Kollektiv · Präventionsfachkraft
Eintritt
frei
In Kooperation mit · gefördert von

Vergangene Veranstaltungen

Frühere Veranstaltungen

22.04.2026 Wolf im Schafpelz: AfD und Frieden Was die AfD wirklich will

Wolf im Schafpelz:
AfD und Frieden
Was die AfD wirklich will

Kritik der sicherheitspolitischen Vorstellungen der AfD

Ein Vortrag über die Politik von der AfD

Die AfD versucht sich als Friedenspartei darzustellen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass faschistische Parteien und Organisationen durchaus – vermeintlich – gegen Krieg und Militarismus auftreten, wenn es ihrem Zweck dient (beispielsweise die faschistische Partei in Großbritannien: "Britain first" / "Mosley for Peace").

In der AfD tobt ein Streit zwischen dem Oberst a.D. Rüdiger Lucassen (AfD NRW) und dem Faschisten Björn Höcke (AfD Thüringen) um die Wehrpflicht.

Im Vortrag wurde der Militarismus der AfD, deren Verbindungen zu Russland und deren revanchistischen und kolonialistischen Vorstellungen kritisch beleuchtet.

Die Partei AfD sagt: Wir wollen Frieden. Aber das stimmt oft nicht. Andreas Kemper hat in seinem Vortrag erklärt, was die AfD wirklich plant.

Vergangene Veranstaltung
Wann
Wo
Zukunftswerkstatt
Kreuzviertel e.V.
Schulstraße 45
48149 Münster
Referent
Andreas Kemper
In Kooperation mit der RLS NRW. Veranstaltungsort: Zukunftswerkstatt Kreuzviertel e.V.
Über den Club

Neuanfang mit Geschichte

Über uns: Ein neuer Anfang

Den Rosa Luxemburg Club gab es in Münster bereits. Nach einer Phase der Inaktivität haben wir ihn 2026 neu gegründet – und seit unserem Auftakt im April 2026 organisieren wir wieder regelmäßig Veranstaltungen für kritische politische Bildung in der Stadt.

Als lokaler Knotenpunkt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW verstehen wir uns als Schnittstelle zwischen linker Theorie und Praxis. Unsere Veranstaltungen finden dezentral in solidarischen und alternativen Räumen der Stadt statt – von Vorträgen über Awareness bis zu antifaschistischer Aufklärung.

Unser Ziel ist es, aktuelle gesellschaftliche Krisen analytisch zu durchdringen und einen Ort für offene, solidarische Debatten jenseits des universitären und parteipolitischen Alltags zu schaffen.

Es gab schon einmal einen Rosa Luxemburg Club in Münster. Dann war lange Zeit nichts. Seit April 2026 machen wir wieder Veranstaltungen.

Wir gehören zur Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW. Wir wollen zeigen: So kann linke Politik aussehen. Alle können mitmachen.

2026
Neugegründet
seit April
Veranstaltungen 2026
RLS NRW
Lokaler Knotenpunkt
Namensgeberin

Wer war Rosa Luxemburg?

Rosa Luxemburg (1871–1919) war eine herausragende Theoretikerin des Marxismus, kompromisslose Antimilitaristin und zentrale Figur der internationalen Arbeiterbewegung. Ihr radikales Eintreten für politische Freiheit, Demokratie im Sozialismus und gegen jeden Krieg prägt linke Debatten bis heute.

Rosa Luxemburg lebte von 1871 bis 1919. Sie war eine sehr kluge Frau. Sie wollte Gerechtigkeit für alle Menschen. Sie war gegen Krieg. Viele Menschen finden ihre Ideen heute noch wichtig.

1871

Geboren am 5. März in Zamość (Polen) in einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Bereits als Schülerin politisch aktiv im Untergrund.

Rosa Luxemburg wird in Polen geboren.

1897

Promotion magna cum laude in Zürich über die industrielle Entwicklung Polens. Sie ist eine der wenigen Frauen ihrer Zeit mit einem Doktortitel.

Sie lernt viel an der Universität. Sie bekommt einen Doktor-Titel. Das war damals für Frauen sehr schwer.

1898

Umzug nach Berlin und Eintritt in die SPD. Sie profiliert sich als scharfsinnige Rednerin und Streiterin gegen den "Reformismus".

Rosa Luxemburg zieht nach Berlin. Sie geht in die Partei SPD.

1914–1918

Strikte Opposition gegen den Ersten Weltkrieg. Sie verbringt den Großteil des Krieges in politischer Haft. Dort verfasst sie die berühmte "Junius-Broschüre".

Es gibt einen großen Krieg. Rosa Luxemburg sagt: Der Krieg ist falsch. Deshalb muss sie ins Gefängnis.

1918

Mitbegründerin des revolutionären Spartakusbundes und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in den Wirren der Novemberrevolution.

Sie gründet eine neue Gruppe. Die Gruppe heißt: Spartakusbund.

1919

Am 15. Januar wird sie zusammen mit Karl Liebknecht in Berlin von rechten Soldaten verschleppt und brutal ermordet.

Am 15. Januar wird Rosa Luxemburg getötet. Soldaten haben sie umgebracht.

In Planung: Schwerpunkte 2026

Aus unserer bisherigen Arbeit haben sich konkrete inhaltliche Fluchtlinien ergeben, die wir in den kommenden Veranstaltungen beleuchten wollen.

Fehlentwicklungen & Soziale Frage Warum werden manche Menschen immer ärmer?

Wie hängen der aktuelle Rechtsruck und die soziale Frage zusammen? Sind es politische Fehlentwicklungen seit den 2000er Jahren, tiefgreifende neoliberale Umstrukturierungen oder primär globale ökonomische Krisen, die den Nährboden für reaktionäre Ideologien bilden?

Wenn der Sozialstaat abgebaut und Abstiegsängste geschürt werden, haben es rechte Demagogen leicht. Wir planen Veranstaltungen, die genau diese Zusammenhänge beleuchten – unter anderem mit einem Fokus auf die wichtige Rolle von starken Gewerkschaften und Arbeitskämpfen als Bollwerk gegen rechts.

Mögliche Themenfelder

  • Neoliberale Hegemonie und der Aufstieg der Rechten
  • Klassenpolitik als Antwort auf den Kulturkampf
  • Gewerkschaftliche Organisierung in der Krise

Wir fragen: Warum wählen manche Menschen rechte Parteien? Hat das etwas mit Geld zu tun? Wir wollen darüber sprechen, wie alle Menschen genug Geld zum Leben haben können.

Lokaler Antifaschismus Gegen Rechte in Münster

Politische Bildungsarbeit muss auch vor der eigenen Haustür ansetzen. Münster gibt sich nach außen oft als linksalternativ, grün und weltoffen. Doch unter dieser Oberfläche existiert ein breites Feld reaktionärer, konservativer und völkischer Strukturen.

Wir planen eine kritische Auseinandersetzung mit dem gesamten Spektrum rechter Netzwerke vor Ort. Das reicht von ultrakonservativen Zirkeln und elitären Bünden in der Universitätsstadt bis hin zu neurechten Bewegungen. Wie sind diese Kräfte miteinander verwoben und wie können wir dem als starke Stadtgesellschaft begegnen?

Mögliche Themenfelder

  • Das breite Feld extrem rechter Netzwerke in Münster
  • Rechte Kontinuitäten im universitären und elitären Milieu
  • Strategien für eine antifaschistische Stadtgesellschaft

Münster ist eine schöne Stadt. Viele Menschen denken: In Münster gibt es keine Nazis. Aber das stimmt nicht. Es gibt auch in Münster rechte Gruppen. Wir wollen darüber aufklären.

Patriarchat & Reaktionäre Kräfte Frauen & Queere Menschen

Der Kampf gegen faschistische Tendenzen ist untrennbar mit queer-feministischen Perspektiven verbunden. Geschlecht und Sexualität sind heute zentrale ideologische Schlachtfelder der Neuen Rechten geworden.

Wir werden in zukünftigen Formaten analysieren, wie rechte Kräfte unter dem Deckmantel des sogenannten "Anti-Gender-Diskurses" gezielt gegen Queerness und feministische Errungenschaften mobil machen. Es gilt zu verstehen, wie sich Antifeminismus als Brückenideologie tief in der Mitte der Gesellschaft verankert und wie wir uns solidarisch dagegen organisieren können.

Mögliche Themenfelder

  • Antifeminismus als Brückenideologie der extremen Rechten
  • Verteidigung queerer Lebensrealitäten im Rechtsruck
  • Solidarität und intersektionale linke Praxis

Rechte Gruppen mögen Frauen oft nicht. Und sie mögen keine Menschen, die anders lieben. Wir sagen: Alle Menschen sollen so leben können, wie sie wollen. Wir kämpfen für die Freiheit von allen.

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